Chinaclub Berlin

柏林中国俱乐部 / 中国电影俱乐部

In der Cranachstraße 1, am S-Bahnhof Friedenau, residieren der Chinaclub Berlin* und der Chinesische Filmclub. Hier treffen sich jeden 1. und 3. Freitag im Monat Chinesen, Deutsche und Gäste aller Länder, die sich für China und Ostasien interessieren.

*: Chinaclub für alle,  nicht der “Adlon China Club”  für Millionäre
 

Freitag, 17. November,  19.00 Uhr:

Doku "Give Me The Sun" (太陽が欲しい)

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3 Filme in 3 Räumen zur Auswahl:
1)
  Doku "Give Me The Sun" (太陽が欲しい), China/Japan 2015
2)
Guan Yunchang (关云长 Bladesman), China 2011
3) Wenn Kinder da sind: Kinderfilm. Sonst: Wunschfilm

 

Ab 18 Uhr: Xiangqi 象棋(Chinaschach); Tischtennis; Spiele

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19:00 Uhr, Kleiner Raum
Wenn Kinder da sind: Kinderfilm
Sonst: Wunschfilm

19:00 Uhr, vorderer Raum

"Give Me The Sun" (太陽が欲しい), China/Japan 2015. Doku-Film von Ban Zhongyi über die von Japanern missbrauchten "Trostfrauen" in China. 119 min, Dialoge chinesisch/japanisch mit englischen UT; Zwischentexte englisch. Altersempfehlung: ab 15 Jahre. Der Regisseur ist anwesend!

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Nach 1932 und verstärkt nach 1937 richteten die Japaner in den von ihnen besetzten Ländern Militärbordelle ein, in denen zahlreiche Frauen vergewaltigt und missbraucht wurden. Allein in China waren das laut Schätzungen etwa 100.000, insgesamt geschätzte 200.000-300.000 Frauen. Doch während in Ländern wie Südkorea, Taiwan oder Malaysia private Organisationen versuchen, das Schicksal der euphemistisch "Trostfrauen" genannten Opfer bekannt zu machen und das Leid Überlebender zu lindern, wurden diese in China weitgehend alleingelassen.

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IVon ihrer Umgebung ausgegrenzt, meist in Armut lebend, wurden sie von der chinesischen Politik im Stich gelassen. Sie erhielten so gut wie keine Unterstützung, und sie wurden von Chinas Regierung verraten, als diese das chinesisch-japanische "Joint Communique" vom 29. Sept. 1972 unterzeichnete:
"5. The Government of the People's Republic of China declares that in the interest of the friendship between the Chinese and the Japanese peoples, it renounces its demand for war reparation from Japan. (五)中华人民共和国政府宣布:为了中日两国人民的友好,放弃对日本国的战争赔偿 要求。"
Als einige Betroffene sich zusammenschlossen und versuchten, Anerkennung und Kompensationen für die an ihnen begangenen Verbrechen zu fordern, wurden sie von Chinas Regierung nicht nur nicht unterstützt, sondern im Gegenteil als "Unruhestifter" mit Zwangsmaßnahmen bedroht. So ist es kein Wunder, dass es ein in Japan lebender und mit einer Japanerin verheirateter Chinese ist, der sich dieses wichtigen Themas angenommen hat. Über 20 Jahre hat er in der Provinz Shanxi wiederholt einige dieser Frauen besucht, ihr Schicksal dokumentiert und ihre Gedanken festgehalten.

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Ebenfalls 19:00 Uhr, mittlerer Raum

Guan Yunchang (关云长 Bladesman), China 2011. Historisches Martial-Arts-Epos von Mai Zhaohui 麦兆辉 [Alan Mak], mit Jiang Wen 姜文, Donnie Yen 甄子丹und Bettie Sun 孙俪. 109 min, Chinesisch mit englischen UT. Altersempfehlung: ab 12 Jahre

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刘备家眷被困曹营,关云长为存忠义甘作俘虏,**为曹军上阵。一场大战,关云长单人匹马斩杀敌方大将,技惊四座,而深受曹操赏识。  可是关云长却身在曹营心在汉。对曹操所有礼遇均做出婉辞!后曹操查知关云长心仪刘备未过门的新妾绮兰’,只因一个字而未敢表白。 曹操暗施狡计,送上**毒酒,欲陷关羽于不义!
关羽悬崖勒马,从而带着对此充满恨意的绮兰杀出曹营!一路上,关羽连毙曹操大将,可是,威武的背后,饱受感情折磨!与此同时,曹营里的众将因曹操对关羽一再容让,军心动摇!曹操为稳定军心,而亲自出征,誓要将关羽擒拿!
几经艰苦,终于来到黄河渡口,平静河边已布下曹军亲兵的十面埋伏!生死关头,死敌曹操竟一再以礼相待;忠义如关羽亦不禁动摇!身旁的绮兰苦苦相谏,关云长必须在之间作出抉择 ...

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Zu den vielen "unbesiegbaren" Helden in Chinas Geschichte (bzw. in seiner Literatur, mit dem üblichen unentwirrbaren Gemisch aus Fakten und Übertreibungen) gehört Guan Yu: ein General in der Zeit der 3 Reiche, den der Militärherrscher Cao Cao an sich binden wollte. Guan Yu jedoch blieb seinem Herrn Liu Bei treu und wurde später in Anerkennung seiner Loyalität sogar als Gott verehrt.
Für Nicht-Chinesen muss die Geschichte erklärt werden: Dargestellt wird eine berühmte Reise des Helden, auf der er eine für Liu Bei bestimmte Frau zu schützen hat. Obwohl Cao Cao ihm freien Abzug versprochen hat, wird er an 5 Pässen, die er durchquert, mit Gewalt aufgehalten, so dass er jedes Mal die gesamte Garnison auslöschen muss.
Bemerkenswert Jiang Wen in der Rolle des Cao Cao: ein weiser, sehr menschlicher Herrscher, der von seinen Untertanen hinnimmt, was weder Mao noch dessen Nachfolger ausstehen konnten: Widerspruch. Donnie Yen, der Baryschnikov des Pekinger Shaolin-Balletts, tanzt einmal mehr mit traurigem Hundeblick alle Widersacher an die Wand, dabei brav des Grundgesetz von Chinas Martial-Arts-Zensur einhaltend: Totschlagen erlaubt, Küssen verboten.

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Danach wie immer:
Gespräche, Musik, Tischtennis, Spiele,
卡拉-OK

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Ansonsten: Der Chinaclub Berlin bietet jeden 1. und 3. Freitag im Monat Filme aus China und anderen Ländern Asiens, außerdem Themenabende zu politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fragen.

E I N T R I T T    F R E I  !

Tee, Snacks, Süßes:                       3 Euro
für Studenten & Arbeitslose:        1,50 Euro
für chinesische Gäste:                   5 Renminbi/Gangbi / 20 Taiwan-D

 

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